Licht für Uhrmacher

Anforderungen

Das richtige Licht am Uhrmacherplatz

Sechs Werte, an denen sich das Licht an Ihrem Werktisch messen lassen muss.

Nach DIN EN 12464-1 · ASR A3.4

Blendung

Reflexfrei

Der kritischste Punkt in diesem Beruf. Gehäuse, Gläser und Brücken spiegeln jede Lichtquelle zurück, oft direkt ins Auge. Eine große, entblendete Leuchtfläche nimmt dem Reflex die Schärfe.

Beleuchtungsstärke

ab 2.800 Lux

Die Norm nennt 1.500 Lux. Für Zifferblattmontage, Zapfenarbeit und Endkontrolle empfehlen wir aus der Praxis 2.800 Lux, in dunklen Räumen 3.300 Lux.

Flimmern / Flackern

Flimmerfrei

Unruh, Poliermotor, Drehbank: Unter flimmerndem Licht scheinen sie stillzustehen. Ein hochwertiger Konverter schließt diesen Stroboskopeffekt aus.

Farbtemperatur

ab 5.000 K

Neutralweißes Licht ist über Stunden angenehm für die Augen und zeigt Zeiger- und Zifferblattfarben ohne den Gelbstich von Warmweiß.

Farbwiedergabe

CRI > 80

Für die Endkontrolle CRI > 90. Zifferblatt, Lünette und Band beurteilt Ihr Kunde nach Farbe. Stimmt sie nicht, kommt die Uhr zurück.

Lichtverteilung

Schattenarm

Der ganze Werktisch gleichmäßig hell, nicht nur ein Fleck in der Mitte. Beim Zerlegen stört vor allem der Schatten der eigenen Hand.

Normwerte nach DIN EN 12464-1 und ASR A3.4. Empfehlungswerte ab 2.800 Lux aus unserer Beratungspraxis.

Warum Licht zählt

Warum Uhrmacher ein anderes Licht brauchen

Fast alles auf Ihrem Werktisch glänzt: das Gehäuse, das Glas, die Brücken, die Schrauben. Jede dieser Flächen spiegelt das Licht der Leuchte zurück, und zwar direkt in Ihr Auge, sobald Sie sich zum genauen Hinsehen über das Werk beugen. Eine hellere Punktquelle macht das nicht besser, sondern schlimmer. Der zweite Punkt ist die Größe der Teile. Eine Unruhschraube, ein Lagerstein, ein Zapfen: Hier arbeitet das Auge ohnehin an seiner Grenze. Fehlt Licht, arbeiten Sie nach Gefühl statt nach Sicht. Und einen Zapfen, den Sie nicht klar sehen, brechen Sie beim Richten schnell ab. Dann braucht die Uhr ein Ersatzteil.

  • Reflexe vermeiden, statt die Helligkeit zu erhöhen
  • Genug Licht für Teile im Zehntelmillimeter-Bereich
  • Flimmerfrei, weil es an Drehbank und Poliermotor um Sicherheit geht
  • Komponenten tauschen, statt die Leuchte neu zu kaufen
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Foto/Video: Uhrwerk unter der Arbeitsplatzleuchte
Worauf es ankommt

4 Punkte am Uhrmacherplatz

Zerlegen, Reinigen, Zusammensetzen, Regulieren, Kontrollieren: Jeder Schritt hat sein eigenes Lichtproblem. Die gute Nachricht: Vieles davon löst die richtige Position der Leuchte, nicht mehr Leistung.

Lichtfaktor 01 / 04 · Beleuchtungsstärke

Beleuchtungsstärke

Ein Lagerstein misst keinen Millimeter, eine Zapfenspitze noch weniger. Bei diesen Größen entscheidet die Lichtmenge, ob Sie die Kante sauber sehen oder nur erahnen. Die Norm setzt die Untergrenze. Für die Feinarbeit am Werk empfehlen wir aus Erfahrung deutlich mehr.

  • Zielwert: ab 2.800 Lux am Werkstück, 3.300 Lux in dunklen Räumen
  • Norm-Minimum: 1.500 Lux (DIN EN 12464-1)
  • Gleichmäßig, weil polierte Teile bei punktuellem Licht überstrahlen
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Foto/Video: Uhrwerk in der Vergrößerung
≈ 500 Lux Zu dunkel für Feinarbeit
Beleuchtungsstärke Empfohlen: ab 2.800 Lux
500 5.000 Lux

Lichtfaktor 02 / 04 · Farbtemperatur

Farbtemperatur

Warmweißes Licht färbt Zifferblätter und Zeiger wärmer, als sie sind. Neutralweißes Licht ab 5.000 Kelvin zeigt die Farben unverfälscht und ist über einen langen Tag angenehmer für die Augen. Wichtig: Werktisch, Lupe und Mikroskop sollten dieselbe Lichtfarbe haben. Sonst stellt sich das Auge bei jedem Blickwechsel neu ein und ermüdet.

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Foto/Video: Arbeit unter dem Mikroskop
2.700 K Warmweiß - Farben wirken zu warm
Farbtemperatur Empfohlen: ab 5.000 K
2.700 6.500 K

Lichtfaktor 03 / 04 · Farbwiedergabe

Farbwiedergabe

Die Farbwiedergabe (Ra, auch CRI genannt) zeigt, wie echt Farben unter einer Leuchte wirken. Für die allgemeine Sicht reicht Ra 80. Sobald Sie Farben beurteilen, etwa gebläute Zeiger, Zifferblatt, Lünette oder Edelmetall, sollte der Wert bei Ra 90 oder höher liegen.

  • Allgemeine Sicht: Ra 80
  • Farbbeurteilung und Endkontrolle: Ra 90 und höher
  • Auf R9 achten (gesättigtes Rot), dort brechen viele Leuchten ein
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Foto/Video: Zifferblatt und gebläute Zeiger unter hoher Farbwiedergabe
Ra 70 Farben rücken zusammen, Tiefe geht verloren
Farbwiedergabe Empfohlen: ab Ra 90
Ra 70 Ra 100

Selbst ausprobieren

Zwei Abdeckungen, ein Uhrenglas

Dieselbe Leuchte, nur eine andere Scheibe davor. Ziehen Sie den Regler über das Glas: Links bündelt die Mikroprismenscheibe das Licht zu einem kleinen, harten Reflex. Rechts verteilt die opalweiße Scheibe dieselbe Lichtmenge über eine große Fläche, und der Reflex wird weich.

Zwei Abdeckungen, ein Uhrenglas Mikroprismenscheibe Opalweiße Scheibe

Nachgestellt auf einer Aufnahme aus unserer Werkstatt. Die Mikroprismenscheibe lenkt das Licht gezielter und blendet beim direkten Blick weniger (niedrigerer UGR-Wert), erzeugt auf Glanz aber den schärferen Reflex. Die opalweiße Scheibe kostet etwas Lichtstrom und ist dafür auf polierten Flächen klar im Vorteil.

Lichtfaktor 04 / 04 · Blendung & Flimmern

Ruhiges Licht

Zwei Störungen hängen an der Bauart, nicht an der Lichtmenge. Reflexe: Jede polierte Fläche wirft das Licht im selben Winkel zurück. Trifft der Reflex Ihr Auge, sehen Sie an dieser Stelle nur einen hellen Fleck statt des Werks. Dagegen helfen die richtige Position und eine große entblendete Leuchtfläche, nicht mehr Leistung. Flimmern: An Drehbank und Poliermotor kann pulsierendes Licht ein drehendes Teil scheinbar stillstehen lassen. Hier geht es um Sicherheit. Ob eine Leuchte flimmert, entscheidet ihr Konverter.

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Foto/Video: Reflex auf einem polierten Uhrengehäuse
Produktempfehlung

Passende Leuchten für Ihren Werktisch

Werktisch, Vergrößerung und Grundlicht stellen jeweils eigene Anforderungen. Diese drei Bauformen decken sie ab:

Bei glänzenden Gehäusen zählt die Größe der Leuchtfläche mehr als ihre Leistung.

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Kundenstimmen

Ergebnisse, die überzeugen

So beschreiben Uhrmacher die Arbeit mit RMD.

Die Beleuchtungslösung von RMD für Uhrmacher ist einfach fantastisch! Sie bietet eine brillante Leuchtkraft, blendfreies Licht und eine einfache Installation.
Juwelier MayrhoferJuwelier MayrhoferUhrmacher
Die hochwertige Ausführung und das schlichte, funktionelle Design bilden eine perfekte Lichtlösung – für uns und unsere Anforderungen die besten LED-Gelenkleuchten am Markt.
Jörg SchauerJörg SchauerUhrmacher
Die Leuchte ist sehr bedienungsfreundlich dimmbar und geräuschlos. Eine professionelle und preiswerte Lösung mit hervorragender Farbwiedergabe, die ein entspanntes und ermüdungsfreies Arbeiten ermöglicht.
Stefan KuonenStefan KuonenUhrmacher
Wir sind sehr zufrieden! Die Lampen sind ein großes Update für uns. Der Unterschied ist schon groß. Wir wollen uns nochmal für die tolle Beratung bedanken und sind begeistert von dem Resultat. 🙌
Pöhlmann-BresanPöhlmann-BresanUhrmacher-Werkstatt

Echte Rückmeldungen aus Uhrmacherwerkstätten.

Nachhaltigkeit

Nachhaltig. Reparierbar. Langlebig.

Sie reparieren Uhren, die älter sind als jede LED. Eine Leuchte zum Wegwerfen passt nicht an diesen Werktisch. Bei unseren Leuchten lassen sich LED-Module und Komponenten tauschen, das Gehäuse ist aus recycelbarem Aluminium. Geht etwas kaputt, ersetzen wir das Teil, nicht die Leuchte.

Montage bei Lichttechnik Meier
LED Montage bei Lichttechnik Meier
Lichtlabor bei Lichttechnik Meier
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Markus und Johanna von RMD in der Fertigung
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„Wir planen Ihre Lichtlösung persönlich - und sagen Ihnen auch, wenn ein kleineres Modell reicht.“

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Unser Versprechen

Was Sie bei uns mitbekommen

Nicht nur eine Leuchte im Karton.

Kostenlose Lichtplanung

Werktisch, Zeitwaage und Vitrine gehören in ein Konzept. Wir planen es mit Ihnen.

Persönliche Fachberatung

Sie sprechen mit jemandem, der unsere Leuchten kennt. Und Sie testen die Leuchte 14 Tage am eigenen Werktisch, bevor Sie zahlen.

Geprüfte Qualität

Verarbeitung, Lichtqualität und Haltbarkeit prüfen wir selbst. Unsere Gelenkleuchten fertigen wir in Schweinfurt.

Service über den Kauf hinaus

Ersatzteile ab Lager und Reparatur, auch für Leuchten, die zwölf Jahre und älter sind.

Häufige Fragen

Ausführliche Antworten finden Sie in unseren FAQ und in den Datenblättern.

Was hilft gegen Reflexe auf polierten Gehäusen und Gläsern?
Zuerst die Position: Eine polierte Fläche wirft das Licht im selben Winkel zurück, in dem es auftrifft. Steht die Leuchte im Spiegelwinkel zu Ihrem Auge, blendet der Reflex. Wenige Zentimeter zur Seite lösen das oft schon. Hilft das nicht, ist die Leuchtfläche zu klein: Ein Punktstrahler spiegelt scharf, eine große entblendete Fläche macht den Reflex weich.
Wie viel Licht braucht ein Uhrmacherarbeitsplatz?
Die Norm nennt mindestens 1.500 Lux. Aus der Erfahrung mit unseren Kunden empfehlen wir für Zifferblattmontage, Zapfenarbeit und Endkontrolle mindestens 2.800 Lux, in dunklen Räumen 3.300 Lux. Wichtiger als der Spitzenwert ist eine gleichmäßige Verteilung über den ganzen Werktisch.
Warum ist flimmerfreies Licht beim Uhrmacher wichtig?
An Drehbank, Poliermotor und beim Prüfen der Unruh kann flimmerndes Licht ein drehendes Teil scheinbar stillstehen oder rückwärts laufen lassen. Dieser Stroboskopeffekt irritiert nicht nur, er ist gefährlich. Ein hochwertiger LED-Konverter schließt ihn aus. Einfache Netzteile flimmern dagegen messbar, auch wenn das Auge es nicht bemerkt.
Welche Farbtemperatur ist für die Uhrmacherwerkstatt richtig?
Ab 5.000 Kelvin. Neutralweißes Licht zeigt Zifferblatt- und Zeigerfarben ohne Gelbstich und bleibt über Stunden angenehm für die Augen. Entscheidend ist außerdem, dass Werktisch, Mikroskop und Grundlicht dieselbe Lichtfarbe haben. Sonst muss sich das Auge bei jedem Wechsel neu einstellen.
Wie befestige ich die Gelenkleuchte am Uhrmachertisch?
Mit Tischklemme, Aufschraubflansch, Wandwinkel oder Tischfuß. Die Tischklemmen gibt es für Plattenstärken von 0-44 mm und 16-85 mm. Gerade an klassischen Uhrmachertischen lohnt sich der Blick auf die Befestigung vorab. Schicken Sie uns im Zweifel ein Foto.
Können die LED-Module bei einem Defekt getauscht werden?
Ja. Bei unseren eigenen Leuchten lassen sich LED-Module und Konverter tauschen, die Leuchte muss nicht entsorgt werden. Der übliche Weg: Sie schicken uns die Leuchte, wir tauschen das Teil und bringen sie auf den neuesten Stand. Wer technisch versiert ist, tauscht den Konverter auch selbst. Die Kosten nennen wir Ihnen vorher.
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