Lichtwissen

Licht für Uhrmacher

Warum polierte Gehäuse und Gläser jede Leuchte zurückwerfen - und wie Sie Licht so setzen, dass Sie das Werk sehen statt Ihrer eigenen Lampe.

Über 50.000 Kunden seit 2003 · Manufaktur aus Deutschland

Licht für Uhrmacher
ReflexfreiDamit Sie das Werk sehen, nicht die Leuchte
Anforderungen

Das richtige Licht am Uhrmacherplatz

Lichteigenschaften, die am Uhrmacher-Arbeitsplatz eingehalten werden sollten.

Nach DIN 5035-3 · DIN EN 12464-1 · ASR A3.4

Blendung

Reflexfrei

Der kritischste Punkt in diesem Beruf. Gehäuse, Gläser und Brücken spiegeln jede Lichtquelle direkt ins Auge - eine große, entblendete Leuchtfläche verhindert das.

Beleuchtungsstärke

ab 2.800 Lux

Die Norm nennt 1.500 Lux. Für Zifferblattmontage, Zapfenarbeit und Endkontrolle sind 2.800 Lux das sinnvolle Minimum, in dunklen Räumen 3.300 Lux.

Flimmern / Flackern

Flimmerfrei

Unruh, Poliermotor und Drehbank dürfen unter dem Licht nicht scheinbar stillstehen. Hochwertige Konverter schließen den Stroboskopeffekt aus.

Farbtemperatur

ab 5.000 K

Tageslichtweiß hält über Stunden wach; ab 5.300 Kelvin werden auch Zeiger- und Zifferblattfarben sauber unterscheidbar.

Farbwiedergabe

CRI > 80

Für die Endkontrolle CRI > 90 - Zifferblätter, Lünetten und Bänder werden nach Farbe beurteilt und reklamiert.

Lichtverteilung

Schattenarm

Der ganze Werktisch gleichmäßig, nicht nur ein heller Fleck. Schlagschatten der eigenen Hand sind beim Zerlegen der häufigste Störfaktor.

(DIN 5035-3:2006-07; DIN EN 12464-1; ASR A3.4).

Warum Licht zählt

Warum Uhrmacher ein anderes Licht brauchen

Fast alles auf Ihrem Werktisch glänzt: das Gehäuse, das Glas, die Brücken, die Schrauben. Jede dieser Flächen wirkt wie ein kleiner Spiegel - und wirft die Leuchte genau dann ins Auge, wenn Sie am genauesten hinsehen. Mehr Licht macht das nicht besser, sondern schlimmer. Der zweite Punkt ist die Größe der Teile. Eine Ankerradschraube, ein Lagerstein, ein Zapfen: an dieser Grenze arbeitet das Auge ohnehin am Limit. Fehlt Licht, wird die Toleranz größer - und ein Zapfen, den man nicht klar sieht, wird beim Richten schnell zum Ersatzteil.

  • Reflexe vermeiden statt Helligkeit erhöhen
  • Genug Licht für Teile im Zehntelmillimeter-Bereich
  • Flimmerfrei - an Drehbank und Poliermotor eine Sicherheitsfrage
  • Austauschbare Komponenten statt Neukauf bei einem Defekt
Zur Produktübersicht
Foto/Video: Uhrwerk unter der Arbeitsplatzleuchte
Worauf es ankommt

4 Punkte am Uhrmacherplatz

Zerlegen, Reinigen, Zusammensetzen, Regulieren, Kontrollieren - jeder Schritt hat sein eigenes Lichtproblem. Die gute Nachricht: die meisten löst man mit der Position der Leuchte, nicht mit mehr Watt.

Lichtfaktor 01 / 04 · Beleuchtungsstärke

Beleuchtungsstärke

Ein Lagerstein misst keinen Millimeter, eine Zapfenspitze noch weniger. Bei diesen Größen entscheidet die Lichtmenge, ob Sie die Kante sauber sehen oder nur erahnen. Die Norm nennt 1.500 Lux, für Zifferblattmontage, Zapfenarbeit und Endkontrolle sind ab 2.800 Lux sinnvoll, in dunklen Räumen 3.300.

  • Zielwert: ab 2.800 Lux am Werkstück, 3.300 Lux in dunklen Räumen
  • Norm-Minimum: 1.500 Lux (DIN EN 12464-1)
  • Gleichmäßig, weil polierte Teile bei punktuellem Licht überstrahlen
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Foto/Video: Uhrwerk in der Vergrößerung
≈ 500 Lux Zu dunkel für Feinarbeit
Beleuchtungsstärke Empfohlen: ab 2.800 Lux
500 5.000 Lux

Lichtfaktor 02 / 04 · Farbtemperatur

Farbtemperatur

Warmweißes Licht lässt Zifferblatt- und Zeigerfarben zu warm wirken und macht über Stunden müde. Tageslichtweiß ab 5.000 Kelvin hält wach, ab 5.300 Kelvin werden auch feine Farbunterschiede sicher unterscheidbar. Wichtig: Werktisch, Lupe und Mikroskop auf derselben Lichtfarbe, sonst stellt sich das Auge bei jedem Blickwechsel neu ein und ermüdet.

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Foto/Video: Arbeit unter dem Mikroskop
2.700 K Warmweiß - Farben wirken zu warm
Farbtemperatur Empfohlen: ab 5.000 K
2.700 6.500 K

Lichtfaktor 03 / 04 · Farbwiedergabe

Farbwiedergabe

Die Farbwiedergabe (Ra, auch CRI) zeigt, wie echt Farben unter der Leuchte wirken. Für die allgemeine Sicht reicht Ra 80. Sobald Sie Farben beurteilen, gebläute Zeiger, Zifferblatt, Lünette oder Edelmetall, sollte der Wert bei Ra 90 aufwärts liegen.

  • Allgemeine Sicht: Ra 80
  • Farbbeurteilung und Endkontrolle: Ra 90 und höher
  • Auf R9 achten (gesättigtes Rot), dort brechen viele Leuchten ein
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Foto/Video: Zifferblatt und gebläute Zeiger unter hoher Farbwiedergabe
Ra 70 Farben rücken zusammen, Tiefe geht verloren
Farbwiedergabe Empfohlen: ab Ra 90
Ra 70 Ra 100

Selbst ausprobieren

Zwei Abdeckungen, ein Uhrenglas

Dieselbe Leuchte, nur eine andere Scheibe davor. Ziehen Sie den Regler über das Glas: links bündelt die Mikroprismenscheibe das Licht zu einem kleinen, harten Fleck, rechts verteilt die opalweiße Blende dieselbe Menge über eine große Fläche - der Reflex wird weich.

Zwei Abdeckungen, ein Uhrenglas Mikroprismenscheibe Opalweiße Blende

Nachgestellte Darstellung auf einer Aufnahme aus unserer Werkstatt. Die Mikroprismenscheibe lenkt das Licht gezielter und blendet das Auge weniger (UGR-Wert), erzeugt auf Glanz aber den schärferen Reflex. Die opalweiße Blende kostet etwas Lichtstrom und gewinnt genau dort.

Lichtfaktor 04 / 04 · Blendung & Flimmern

Ruhiges Licht

Zwei Störungen hängen an der Bauart, nicht an der Lichtmenge. Reflexe: Jede polierte Fläche wirft das Licht im selben Winkel zurück, trifft er Ihr Auge, sehen Sie nur die Leuchte statt das Werk. Dagegen hilft die Position und eine große entblendete Leuchtfläche, nicht mehr Watt. Flimmern: An Drehbank und Poliermotor kann pulsierendes Licht ein drehendes Teil stillstehen lassen, hier ist es eine Sicherheitsfrage. Ob eine Leuchte flimmert, entscheidet der Konverter, und der Wert steht im Datenblatt.

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Foto/Video: Reflex auf einem polierten Uhrengehäuse
Produktempfehlung

Passende Leuchten für Ihren Werktisch

Werktisch, Vergrößerung und Grundlicht stellen eigene Anforderungen. Diese Bauformen decken sie ab:

Bei glänzenden Gehäusen zählt die Größe der Leuchtfläche mehr als die Leistung.

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Kundenstimmen

Ergebnisse, die überzeugen

So sprechen Uhrmacher über die Zusammenarbeit mit RMD.

Die Beleuchtungslösung von RMD für Uhrmacher ist einfach fantastisch! Sie bietet eine brillante Leuchtkraft, blendfreies Licht und eine einfache Installation.
Juwelier MayrhoferJuwelier MayrhoferUhrmacher
Die hochwertige Ausführung und das schlichte, funktionelle Design bilden eine perfekte Lichtlösung – für uns und unsere Anforderungen die besten LED-Gelenkleuchten am Markt.
Jörg SchauerJörg SchauerUhrmacher
Die Leuchte ist sehr bedienungsfreundlich dimmbar und geräuschlos. Eine professionelle und preiswerte Lösung mit hervorragender Farbwiedergabe, die ein entspanntes und ermüdungsfreies Arbeiten ermöglicht.
Stefan KuonenStefan KuonenUhrmacher
Wir sind sehr zufrieden! Die Lampen sind ein großes Update für uns. Der Unterschied ist schon groß. Wir wollen uns nochmal für die tolle Beratung bedanken und sind begeistert von dem Resultat. 🙌
Pöhlmann-BresanPöhlmann-BresanUhrmacher-Werkstatt

Echte Rückmeldungen aus Uhrmacherwerkstätten.

Nachhaltigkeit

Nachhaltig. Reparierbar. Langlebig.

Sie reparieren Uhren, die älter sind als jede LED. Entsprechend unpassend wäre eine Leuchte zum Wegwerfen: Bei uns sind LED-Module und Komponenten austauschbar, das Gehäuse besteht aus recycelbarem Aluminium. Geht etwas kaputt, wird das Teil ersetzt - nicht die Leuchte.

Montage bei Lichttechnik Meier
LED Montage bei Lichttechnik Meier
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Was Sie bei uns mitbekommen

Nicht nur eine Leuchte im Karton.

Kostenlose Lichtplanung

Werktisch, Zeitwaage und Vitrine gehören in ein Konzept - wir planen das zusammen.

Persönliche Fachberatung

Sie sprechen direkt mit einem Ansprechpartner, der unsere Leuchten kennt.

Geprüfte Qualität

Geprüft auf Verarbeitung, Lichtqualität und Langlebigkeit - vieles aus eigener Fertigung.

Service über den Kauf hinaus

Ersatzteile und Reparaturservice für viele Modelle - auch Jahre später.

Häufige Fragen

Ausführliche Antworten finden Sie in unseren FAQ und in den Datenblättern.

Was hilft gegen Reflexe auf polierten Gehäusen und Gläsern?
Zuerst die Position: eine polierte Fläche wirft das Licht im selben Winkel zurück, in dem es auftrifft. Steht die Leuchte im Spiegelwinkel zu Ihrem Auge, blendet der Reflex - wenige Zentimeter zur Seite lösen das oft schon. Hilft das nicht, ist die Leuchtfläche zu klein: ein Punktstrahler spiegelt scharf, eine große entblendete Fläche verteilt den Reflex.
Wie viel Licht braucht ein Uhrmacherarbeitsplatz?
Die Norm schreibt mindestens 1.500 Lux vor. Aus der Erfahrung mit unseren Kunden empfehlen wir für Zifferblattmontage, Zapfenarbeit und Endkontrolle mindestens 2.800 Lux, in dunklen Räumen 3.300 Lux. Wichtiger als der Spitzenwert ist dabei eine gleichmäßige Verteilung über den ganzen Werktisch.
Warum ist flimmerfreies Licht beim Uhrmacher wichtig?
An Drehbank, Poliermotor und beim Prüfen der Unruh kann flimmerndes Licht ein drehendes Teil scheinbar stillstehen oder rückwärts laufen lassen - den Stroboskopeffekt. Das ist nicht nur irritierend, sondern gefährlich. Hochwertige LED-Konverter schließen ihn aus; billige Netzteile flackern messbar, auch wenn das Auge es nicht bemerkt.
Welche Farbtemperatur ist für die Uhrmacherwerkstatt richtig?
Über 5.000 Kelvin, besser ab 5.300 Kelvin. Tageslichtweiß hält über Stunden wach und liefert die höchste Sehschärfe. Entscheidend ist außerdem, dass Werktisch, Mikroskop und Grundlicht dieselbe Lichtfarbe haben - sonst muss sich das Auge bei jedem Wechsel neu einstellen.
Wie befestige ich die Gelenkleuchte am Uhrmachertisch?
Über ein breites Zubehörsortiment: Tischklemme, Aufschraubflansch, Wandbefestigung oder eine Montage an der gegenüberliegenden Wand. Gerade an klassischen Uhrmachertischen mit schmaler Platte lohnt sich der Blick auf die Befestigung vorab - schicken Sie uns im Zweifel ein Foto.
Können die LED-Module bei einem Defekt getauscht werden?
Ja. Alle unsere LED-Module lassen sich bei Beschädigung austauschen, die Leuchte muss also nicht entsorgt werden. Melden Sie sich per E-Mail, Telefon oder über das Kontaktformular, dann kümmern wir uns gegen eine geringe Gebühr darum.
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