Licht für Uhrmacher
Das richtige Licht am Uhrmacherplatz
Sechs Werte, an denen sich das Licht an Ihrem Werktisch messen lassen muss.
Nach DIN EN 12464-1 · ASR A3.4
Normwerte nach DIN EN 12464-1 und ASR A3.4. Empfehlungswerte ab 2.800 Lux aus unserer Beratungspraxis.
Warum Uhrmacher ein anderes Licht brauchen
Fast alles auf Ihrem Werktisch glänzt: das Gehäuse, das Glas, die Brücken, die Schrauben. Jede dieser Flächen spiegelt das Licht der Leuchte zurück, und zwar direkt in Ihr Auge, sobald Sie sich zum genauen Hinsehen über das Werk beugen. Eine hellere Punktquelle macht das nicht besser, sondern schlimmer. Der zweite Punkt ist die Größe der Teile. Eine Unruhschraube, ein Lagerstein, ein Zapfen: Hier arbeitet das Auge ohnehin an seiner Grenze. Fehlt Licht, arbeiten Sie nach Gefühl statt nach Sicht. Und einen Zapfen, den Sie nicht klar sehen, brechen Sie beim Richten schnell ab. Dann braucht die Uhr ein Ersatzteil.
- Reflexe vermeiden, statt die Helligkeit zu erhöhen
- Genug Licht für Teile im Zehntelmillimeter-Bereich
- Flimmerfrei, weil es an Drehbank und Poliermotor um Sicherheit geht
- Komponenten tauschen, statt die Leuchte neu zu kaufen

4 Punkte am Uhrmacherplatz
Zerlegen, Reinigen, Zusammensetzen, Regulieren, Kontrollieren: Jeder Schritt hat sein eigenes Lichtproblem. Die gute Nachricht: Vieles davon löst die richtige Position der Leuchte, nicht mehr Leistung.
Lichtfaktor 01 / 04 · Beleuchtungsstärke
Beleuchtungsstärke
Ein Lagerstein misst keinen Millimeter, eine Zapfenspitze noch weniger. Bei diesen Größen entscheidet die Lichtmenge, ob Sie die Kante sauber sehen oder nur erahnen. Die Norm setzt die Untergrenze. Für die Feinarbeit am Werk empfehlen wir aus Erfahrung deutlich mehr.
- Zielwert: ab 2.800 Lux am Werkstück, 3.300 Lux in dunklen Räumen
- Norm-Minimum: 1.500 Lux (DIN EN 12464-1)
- Gleichmäßig, weil polierte Teile bei punktuellem Licht überstrahlen
Lichtfaktor 02 / 04 · Farbtemperatur
Farbtemperatur
Warmweißes Licht färbt Zifferblätter und Zeiger wärmer, als sie sind. Neutralweißes Licht ab 5.000 Kelvin zeigt die Farben unverfälscht und ist über einen langen Tag angenehmer für die Augen. Wichtig: Werktisch, Lupe und Mikroskop sollten dieselbe Lichtfarbe haben. Sonst stellt sich das Auge bei jedem Blickwechsel neu ein und ermüdet.
Zur ProduktübersichtLichtfaktor 03 / 04 · Farbwiedergabe
Farbwiedergabe
Die Farbwiedergabe (Ra, auch CRI genannt) zeigt, wie echt Farben unter einer Leuchte wirken. Für die allgemeine Sicht reicht Ra 80. Sobald Sie Farben beurteilen, etwa gebläute Zeiger, Zifferblatt, Lünette oder Edelmetall, sollte der Wert bei Ra 90 oder höher liegen.
- Allgemeine Sicht: Ra 80
- Farbbeurteilung und Endkontrolle: Ra 90 und höher
- Auf R9 achten (gesättigtes Rot), dort brechen viele Leuchten ein
Selbst ausprobieren
Zwei Abdeckungen, ein Uhrenglas
Dieselbe Leuchte, nur eine andere Scheibe davor. Ziehen Sie den Regler über das Glas: Links bündelt die Mikroprismenscheibe das Licht zu einem kleinen, harten Reflex. Rechts verteilt die opalweiße Scheibe dieselbe Lichtmenge über eine große Fläche, und der Reflex wird weich.
Mikroprismenscheibe
Opalweiße Scheibe
Nachgestellt auf einer Aufnahme aus unserer Werkstatt. Die Mikroprismenscheibe lenkt das Licht gezielter und blendet beim direkten Blick weniger (niedrigerer UGR-Wert), erzeugt auf Glanz aber den schärferen Reflex. Die opalweiße Scheibe kostet etwas Lichtstrom und ist dafür auf polierten Flächen klar im Vorteil.
Lichtfaktor 04 / 04 · Blendung & Flimmern
Ruhiges Licht
Zwei Störungen hängen an der Bauart, nicht an der Lichtmenge. Reflexe: Jede polierte Fläche wirft das Licht im selben Winkel zurück. Trifft der Reflex Ihr Auge, sehen Sie an dieser Stelle nur einen hellen Fleck statt des Werks. Dagegen helfen die richtige Position und eine große entblendete Leuchtfläche, nicht mehr Leistung. Flimmern: An Drehbank und Poliermotor kann pulsierendes Licht ein drehendes Teil scheinbar stillstehen lassen. Hier geht es um Sicherheit. Ob eine Leuchte flimmert, entscheidet ihr Konverter.
Zur Produktübersicht
Passende Leuchten für Ihren Werktisch
Werktisch, Vergrößerung und Grundlicht stellen jeweils eigene Anforderungen. Diese drei Bauformen decken sie ab:
Bei glänzenden Gehäusen zählt die Größe der Leuchtfläche mehr als ihre Leistung.
Zur ProduktübersichtNachhaltig. Reparierbar. Langlebig.
Sie reparieren Uhren, die älter sind als jede LED. Eine Leuchte zum Wegwerfen passt nicht an diesen Werktisch. Bei unseren Leuchten lassen sich LED-Module und Komponenten tauschen, das Gehäuse ist aus recycelbarem Aluminium. Geht etwas kaputt, ersetzen wir das Teil, nicht die Leuchte.
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Schreiben Sie uns eine E-Mail oder rufen Sie einfach an.
Wir besprechen Ihren Werktisch, wann es Ihnen passt.
Sie erhalten Ihr Angebot, meist noch am selben Tag.
„Wir planen Ihre Lichtlösung persönlich - und sagen Ihnen auch, wenn ein kleineres Modell reicht.“
Was Sie bei uns mitbekommen
Nicht nur eine Leuchte im Karton.
Kostenlose Lichtplanung
Werktisch, Zeitwaage und Vitrine gehören in ein Konzept. Wir planen es mit Ihnen.
Persönliche Fachberatung
Sie sprechen mit jemandem, der unsere Leuchten kennt. Und Sie testen die Leuchte 14 Tage am eigenen Werktisch, bevor Sie zahlen.
Geprüfte Qualität
Verarbeitung, Lichtqualität und Haltbarkeit prüfen wir selbst. Unsere Gelenkleuchten fertigen wir in Schweinfurt.
Service über den Kauf hinaus
Ersatzteile ab Lager und Reparatur, auch für Leuchten, die zwölf Jahre und älter sind.
Häufige Fragen
Ausführliche Antworten finden Sie in unseren FAQ und in den Datenblättern.
















