Lichtwissen

Licht für die Industrie

Welche Werte an Montage-, Prüf- und Maschinenarbeitsplätzen gelten - und woran Sie eine Leuchte erkennen, die Späne, Öl und Vibration übersteht.

Über 50.000 Kunden seit 2003 · Manufaktur aus Deutschland

Licht für die Industrie
bis IP 67Staub, Öl und Späne bleiben draußen
Anforderungen

Das richtige Licht am Industriearbeitsplatz

Lichteigenschaften, die an Industriearbeitsplätzen eingehalten werden sollten - je nach Sehaufgabe unterschiedlich.

Nach ASR A3.4 · DIN EN 12464-1

Beleuchtungsstärke

ab 750 Lux

200 Lux genügen für grobe Arbeiten, 300 bis 500 Lux in der Fertigung. Für Montage, Prüfen und Feinarbeit sind mindestens 750 Lux nötig.

Farbtemperatur

4.000-5.000 K

Neutral- bis tageslichtweiß hält wach und lässt Konturen und Oberflächen natürlich erscheinen.

Farbwiedergabe

CRI ≥ 80

Für Qualitätskontrolle, Adernfarben und Materialprüfung empfehlen wir CRI ≥ 90.

Blendung / Flimmern

UGR ≤ 22

An Präzisionsplätzen UGR ≤ 19. Flimmerfrei ist Pflicht: flimmerndes Licht lässt rotierende Teile stillstehen (Stroboskopeffekt).

Lichtverteilung

Gleichmäßig ≥ 0,6

Ein Gleichmäßigkeitsgrad von mindestens 0,6 hält Schatten und harte Helligkeitssprünge aus dem Arbeitsfeld.

Robustheit

bis IP 67

Staub, Feuchte, Öle und Kühlschmierstoffe, dazu Vibration und Spanbeschuss - die Leuchte muss das aushalten.

(ASR A3.4; DIN EN 12464-1).

Warum Licht zählt

Warum gutes Licht in der Fertigung zählt

In der Fertigung entscheidet Licht über Taktzeit, Ausschuss und Sicherheit mit. Wer Konturen, Oberflächen und Farben sicher erkennt, arbeitet schneller, macht weniger Fehler und ermüdet über die Schicht deutlich langsamer.

Die Hallenbeleuchtung allein reicht dafür selten. Sie bringt Grundhelligkeit in den Raum, aber nicht das Licht an die Sehaufgabe. Erst die Leuchte direkt am Arbeitsplatz oder an der Maschine schafft die Bedingungen, unter denen präzise gearbeitet werden kann:

  • Bis zu 70 % weniger Energieverbrauch bei über 50.000 Stunden Lebensdauer
  • Robust gegen Vibration, Feuchtigkeit, Öle und Kühlschmierstoffe
  • Dimmbar, mit variablen Abstrahlwinkeln und einstellbarer Lichtfarbe
  • Austauschbare Komponenten statt Komplettentsorgung bei einem Defekt
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Foto/Video: Systemleuchte über dem Montagearbeitsplatz
Worauf es ankommt

5 Lichtaufgaben in der Industrie

Ein Montagetisch, eine Werkzeugmaschine und ein Prüfplatz stellen völlig unterschiedliche Anforderungen an das Licht. Wer sie unterscheidet und gezielt ausstattet, bekommt eine Fertigung, die normgerecht beleuchtet ist - und an der auch nach acht Stunden noch genau gearbeitet wird.

Lichtfaktor 01 / 05

Arbeitsplatz: montieren, rüsten, bestücken

Am Montage- und Systemarbeitsplatz entscheidet sich, ob ein Teil beim ersten Mal richtig sitzt. Kleine Bauteile, dunkle Oberflächen und tiefe Gehäuse verlangen deutlich mehr Licht, als die Hallenbeleuchtung liefern kann - und zwar genau dort, wo die Hände arbeiten.

  • Beleuchtungsstärke: ab 750 Lux im Arbeitsfeld, bei Feinarbeit mehr
  • Farbtemperatur: 4.000 bis 5.000 Kelvin (neutral- bis tageslichtweiß)
  • Schattenarm und blendfrei, auch bei glänzenden Oberflächen
  • Dimmbar und schwenkbar - die Aufgabe wechselt im Schichtverlauf
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Foto/Video: Montagearbeitsplatz mit Systemleuchte
≈ 200 Lux Zu dunkel für Feinarbeit
Beleuchtungsstärke Empfohlen: ab 750 Lux
200 1.500 Lux

Lichtfaktor 02 / 05

Maschine: Licht im Bearbeitungsraum

Im Bearbeitungsraum einer Werkzeugmaschine herrschen Bedingungen, an denen eine normale Leuchte scheitert: heiße Späne, Kühlschmierstoff, Öl und dauernde Vibration. Trotzdem muss das Werkstück sichtbar bleiben - beim Einrichten, beim Werkzeugwechsel und bei der Kontrolle zwischendurch.

Maschinenleuchten sind dafür gebaut: geschlossene Gehäuse mit hoher Schutzart, Sicherheitsglas statt Kunststoffabdeckung, vibrationsfeste Befestigung und ein Anschluss wahlweise an die Maschinensteuerung oder ans Netz.

  • Schutzart passend zur Umgebung: IP54 spritzwassergeschützt, IP65 strahlwassergeschützt, IP67 auch bei zeitweiligem Eintauchen
  • Beständig gegen Öle, Schmier- und Kühlmittel sowie Spanbeschuss
  • Vibrations- und stoßfest, mit Sicherheitsglas
  • Anschluss für 12-24 V an der Maschine oder 100-240 V aus dem Netz
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Foto/Video: Maschinenleuchte im Bearbeitungsraum

Lichtfaktor 03 / 05

Prüfung: sehen, was sonst durchgeht

An der Sichtprüfung entscheidet das Licht darüber, ob ein Riss, eine Riefe oder ein Farbfehler auffällt - oder erst beim Kunden. Feine Oberflächenfehler zeigen sich vor allem im flachen Streiflicht, Farbfehler nur bei guter Farbwiedergabe.

  • Farbwiedergabe: CRI ≥ 90, wenn Farben oder Beschichtungen beurteilt werden
  • Farbtemperatur: 4.000 bis 5.000 Kelvin, für Farbprüfung auch höher
  • Flacher Lichteinfall macht Riefen und Kratzer sichtbar
  • Lupenleuchten verbinden Vergrößerung mit schattenfreiem Licht
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Foto/Video: Sichtprüfung unter Lupenleuchte
2.700 K Warmweiß - Farben wirken zu warm
Farbtemperatur Empfohlen: ab 4.000 K
2.700 6.500 K

Selbst ausprobieren

Wenn die Spindel stillsteht, obwohl sie läuft

Ziehen Sie den Regler von links nach rechts. Die Drehzahl bleibt dabei unverändert - es ändert sich nur das Licht. Unter flimmerndem Licht sehen Sie das Rad nur in Momentaufnahmen: treffen die immer dieselbe Speichenstellung, scheint es stillzustehen.

1.500 min⁻¹ Die Drehzahl bleibt gleich - nur das Licht ändert sich.

Lichtqualität Empfohlen: flimmerfrei
flimmernde Leuchteflimmerfreie LED

Das Rad scheint stillzustehen - dabei läuft es mit voller Drehzahl.

Simulierte Darstellung. Das Flimmern selbst nimmt das Auge nicht wahr - die Täuschung an der drehenden Welle schon. Genau deshalb ist flimmerfreies Licht an Maschinen kein Komfort, sondern Arbeitsschutz.

Lichtfaktor 04 / 05

Sicherheit: Blendung, Flimmern und Notlicht

Licht kann in der Fertigung auch zur Gefahr werden. Blendet eine Leuchte, sinkt die Sehleistung genau dann, wenn es auf Genauigkeit ankommt. Flimmert sie, kann eine rotierende Spindel scheinbar stillstehen - der Stroboskopeffekt gehört zu den unterschätzten Risiken an Maschinen. Beides ist vermeidbar: entblendete Optiken halten den UGR-Wert unter 22, an Präzisionsplätzen unter 19. Flimmerfreie Elektronik hält das Licht über den ganzen Dimmbereich ruhig. In kritischen Bereichen ergänzt eine Notbeleuchtung die Flucht- und Rettungswege.

Arbeitsplatz prüfen lassen
Foto/Video: blendfreie Leuchte über der Fertigungslinie

Lichtfaktor 05 / 05

Lichtplanung in der Industrie

Eine Halle auszuleuchten ist das eine, einen Arbeitsplatz richtig zu beleuchten das andere. Gute Planung beginnt bei der Sehaufgabe: Was wird betrachtet, wie klein ist das Detail, wie stark glänzt die Oberfläche, aus welcher Richtung wird gearbeitet?

Daraus ergeben sich Beleuchtungsstärke, Lichtfarbe, Abstrahlwinkel und Montageort. Wir planen das für einzelne Arbeitsplätze ebenso wie für ganze Fertigungslinien - und fertigen eine Sonderlösung, wenn keine Standardleuchte passt.

Lichtplanung anfragen
Foto/Video: Lichtplanung für die Fertigungshalle
Produktempfehlung

Passende Leuchten für Ihre Fertigung

Arbeitsplatz und Maschine stellen unterschiedliche Anforderungen. Diese Bauformen decken den Großteil davon ab:

Welche Bauform passt, hängt an Sehaufgabe, Platz und Umgebung - das schauen wir uns gemeinsam an.

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Kundenstimmen

Ergebnisse, die überzeugen

So sprechen Betriebe über die Zusammenarbeit mit RMD.

Die Ausleuchtung durch die RMD Gelenkleuchten ist großflächig und stark, das Licht ist dimmbar und flimmerfrei, so können unsere Mitarbeiter das Licht individuell auf sich anpassen.
Steffen SchachtSteffen SchachtMechaniker
Ich muss an wichtigen Motorbestandteilen prüfen, ob die Oberfläche glatt ist oder kleinste Risse und Riefen vorhanden sind und verwende dafür die RLL Flex und die Gelenkleuchte Basic Line 12W. Erst diese haben mir eine optimale Sichtung kleinster Mängel ermöglicht.
Tom NützelTom NützelFeinmechaniker
Mit dieser perfekten Ausleuchtung des Arbeitsplatzes ist ein noch genaueres Arbeiten möglich - und die Augen sind dabei deutlich entspannter.
SaxTomSaxTomSaxophonwerkstatt
Wir sind sehr zufrieden! Die Lampen sind ein großes Update für uns. Der Unterschied ist schon groß. Wir wollen uns nochmal für die tolle Beratung bedanken und sind begeistert von dem Resultat. 🙌
Pöhlmann-BresanPöhlmann-BresanUhrmacher-Werkstatt

Echte Rückmeldungen aus Fertigung und Werkstatt.

Nachhaltigkeit

Nachhaltig. Reparierbar. Langlebig.

Unsere Industrieleuchten bestehen aus langlebigen, austauschbaren Komponenten. Ist ein LED-Modul oder ein Treiber defekt, wird das Teil getauscht - nicht die ganze Leuchte. Das senkt die Wartungskosten, verlängert die Lebensdauer der Anlage und spart Material.

Montage bei Lichttechnik Meier
LED Montage bei Lichttechnik Meier
Lichtlabor bei Lichttechnik Meier
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Unser Versprechen

Was Sie bei uns mitbekommen

Nicht nur eine Leuchte im Karton.

Kostenlose Lichtplanung

Wir planen einzelne Arbeitsplätze ebenso wie ganze Fertigungslinien - nach ASR A3.4 und DIN EN 12464-1.

Persönliche Fachberatung

Sie sprechen direkt mit einem Ansprechpartner, der unsere Leuchten kennt und Ihre Fertigung versteht.

Geprüfte Qualität

Geprüft auf Verarbeitung, Lichtqualität und Langlebigkeit - vieles aus eigener Fertigung.

Service über den Kauf hinaus

Für viele Modelle bieten wir Ersatzteile und Reparaturservice - Sonderlösungen auf Anfrage.

Häufige Fragen

Ausführliche Antworten finden Sie in unseren FAQ und in den Datenblättern.

Welche Lichtfarbe eignet sich für die Industriebeleuchtung?
Für präzise Arbeiten empfehlen wir Neutralweiß zwischen 4.000 und 5.000 Kelvin - es unterstützt konzentriertes Arbeiten und schont die Augen. Für die Qualitätskontrolle ist Tageslichtweiß ab 6.000 Kelvin optimal, in Pausenbereichen darf es warmweiß sein. Viele unserer Leuchten haben eine einstellbare Lichtfarbe (CCT).
Wie hell muss ein Industriearbeitsplatz beleuchtet sein?
Das hängt an der Sehaufgabe. Für grobe Arbeiten genügen 200 Lux, in der Fertigung und bei Kontrolltätigkeiten sind 300 bis 500 Lux üblich. Für Montage, Prüfen und feinmechanische Arbeiten sollten es mindestens 750 Lux im Arbeitsfeld sein - erreicht wird das über eine Leuchte direkt am Arbeitsplatz, nicht über die Hallenbeleuchtung.
Was bedeuten die IP-Schutzarten bei Maschinenleuchten?
Die IP-Schutzart beschreibt den Schutz gegen Fremdkörper und Wasser. Die erste Ziffer steht für Berührung und Fremdkörper, die zweite für Wasser. IP54 ist staubgeschützt und spritzwassergeschützt, IP65 staubdicht und gegen Strahlwasser geschützt, IP67 zusätzlich für zeitweiliges Eintauchen geeignet. Für Bearbeitungsräume mit Kühlschmierstoff empfehlen wir mindestens IP65.
Welche Schutzklassen gibt es bei Leuchten?
Schutzklasse I sind Leuchten mit Schutzleiter, etwa für den Anschluss ans Verbrauchernetz. Schutzklasse II bezeichnet schutzisolierte, doppelt isolierte Leuchten. Schutzklasse III steht für Leuchten mit Schutzkleinspannung unter 50 Volt (SELV), wie sie an Maschinen mit 12 bis 24 Volt eingesetzt werden.
Kann ich vorhandene Maschinen- und Arbeitsplatzleuchten auf LED umrüsten?
In der Regel ja. Unsere Schutzrohr-, Gelenk- und Flexarmleuchten sind für den Austausch klassischer Leuchtmittel ausgelegt und passen mit den üblichen Befestigungen in bestehende Anlagen. Viele Modelle sind dimmbar und lassen sich in vorhandene Steuerungen einbinden. Bei Sonderbefestigungen fertigen wir passende Adapter.
Muss die ganze Leuchte entsorgt werden, wenn das LED-Modul defekt ist?
Nein. Bei RMD sind Leuchtmittel und Komponenten nicht fest verbaut, sondern austauschbar - auch nach Jahren. Ein defektes Modul oder ein Treiber wird gegen geringe Kosten getauscht, die Leuchte bleibt im Einsatz. Schreiben Sie uns eine E-Mail oder rufen Sie an, wir kümmern uns darum.
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