Lichtwissen

Licht für Sehbehinderte

Wie viel mehr Licht wirklich nötig ist, warum Blendfreiheit dabei genauso zählt - und wie Sie den eigenen Bedarf herausfinden.

Über 50.000 Kunden seit 2003 · Manufaktur aus Deutschland

Licht für Sehbehinderte
2.800-3.300 LuxDas Doppelte bis Vierfache üblicher Werte
Anforderungen

Das richtige Licht bei Sehbehinderung

Lichteigenschaften, die bei eingeschränktem Sehvermögen besonders zählen. Der persönliche Bedarf unterscheidet sich stark - die Werte sind ein Ausgangspunkt, kein Rezept.

Nach DIN 5035-3 · DIN EN 12464-1 · ASR A3.4

Beleuchtungsstärke

2.800-3.300 Lux

Als Faustregel lassen sich die Normwerte um 50 bis 100 Prozent erhöhen. Je kleiner das Detail, desto größer der Lichtbedarf.

Blendung

Blendfrei

Rund 90 Prozent der Menschen mit Sehbehinderung sind blendempfindlich. Mehr Licht hilft nur, wenn die Lichtquelle selbst nicht einsehbar ist.

Farbtemperatur

2.700-6.500 K

Am besten einstellbar. Tageslichtweiß ab 5.300 K liefert die stärksten Kontraste, wird aber nicht von allen als angenehm empfunden.

Farbwiedergabe

CRI ≥ 90

Hohe Farbwiedergabe trennt Farben und Kanten deutlicher - das hilft beim Erkennen weit über die Farbe hinaus.

Lichtverteilung

Gleichmäßig

Harte Übergänge zwischen hell und dunkel sind anstrengend, weil sich das Auge jedes Mal neu anpassen muss.

Dimmbarkeit

Stufenlos

Der Bedarf schwankt mit Tageszeit, Aufgabe und Tagesform. Eine feste Helligkeit passt selten den ganzen Tag.

(DIN 5035-3:2006-07; DIN EN 12464-1; ASR A3.4).

Warum Licht zählt

Warum Licht die einfachste Sehhilfe ist

Bei eingeschränktem Sehvermögen ist Licht oft die wirksamste einzelne Maßnahme - und die am wenigsten aufwendige. Mehr Licht auf der Aufgabe verbessert Sehschärfe, Kontrastwahrnehmung und Lesegeschwindigkeit, und es senkt die Unfallgefahr im Alltag.

Studien gehen davon aus, dass rund 80 Prozent der Menschen mit Sehbehinderung einen besonderen Lichtbedarf haben. Bei Makuladegeneration und Retinopathia pigmentosa ist er in der Regel deutlich erhöht. Wichtig ist dabei: Es geht nicht nur um Menge. Falsch gesetztes Licht blendet - und blendendes Licht macht das Sehen schlechter, nicht besser.

  • Deutlich mehr Licht auf der Aufgabe, nicht im ganzen Raum
  • Die Lichtquelle selbst darf nicht einsehbar sein
  • Helligkeit und Lichtfarbe individuell einstellbar
  • Vergrößerung erst dann, wenn Licht allein nicht mehr reicht
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Foto/Video: Lesen unter heller Arbeitsplatzleuchte
Worauf es ankommt

4 Punkte bei eingeschränktem Sehvermögen

Menge, Blendung, Lichtfarbe, Vergrößerung und die Frage, wie man den eigenen Bedarf überhaupt feststellt - in dieser Reihenfolge lohnt es sich vorzugehen.

Lichtfaktor 01 / 04 · Beleuchtungsstärke

Beleuchtungsstärke: deutlich höher als die Norm

Menschen mit Sehbehinderung brauchen oft ein Mehrfaches der normalen Beleuchtungsstärke. Als Richtwert gelten mindestens 2.800 bis 3.300 Lux, häufig mehr. Die Faustregel: je kleiner das Objekt und je stärker die Einschränkung, desto mehr Licht. Gutes Licht senkt dabei oft sogar den Vergrößerungsbedarf.

  • Richtwert: 2.800 bis 3.300 Lux, bei Bedarf höher
  • Norm-Empfehlungen dürfen um 50 bis 100 Prozent angehoben werden
  • Lupenleuchte, wenn zusätzlich Vergrößerung gebraucht wird
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Foto/Video: Arbeitsplatz mit sehr heller, entblendeter Leuchte
≈ 1.000 Lux Zu dunkel für Feinarbeit
Beleuchtungsstärke Empfohlen: ab 2.800 Lux
1.000 5.000 Lux

Lichtfaktor 02 / 04 · Lichtfarbe & Farbwiedergabe

Lichtfarbe: einstellbar nach Ihrem Sehvermögen

Welche Lichtfarbe hilft, hängt von der Sehbeeinträchtigung ab. Tageslichtweiß ab 5.300 Kelvin bietet die besten Kontraste, manchen ist neutralweißes Licht angenehmer. Deshalb sind Leuchten mit einstellbarer Lichtfarbe (Tunable White) hier ideal. Ein hoher Farbwiedergabeindex ab CRI 90 sorgt zusätzlich dafür, dass Farben klar und natürlich erkennbar bleiben.

  • Tageslichtweiß ab 5.300 Kelvin für maximale Kontraste
  • Einstellbare Lichtfarbe, anpassbar an Sehrest und Tätigkeit
  • Farbwiedergabe ab CRI 90
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Foto/Video: Leseplatz unter tageslichtweißem Licht
2.700 K Warmweiß - Farben wirken zu warm
Farbtemperatur Empfohlen: ab 5.300 K
2.700 6.500 K

Lichtfaktor 03 / 04 · Blendung & Flimmern

Blendfrei: bei erhöhter Blendempfindlichkeit Pflicht

Viele Menschen mit Sehbehinderung sind besonders blendempfindlich. Genau dann wird helles Licht schnell zum Problem, wenn die Lichtquelle direkt einsehbar ist. Eine optimal entblendete Leuchte, in die man nicht direkt hineinsieht, liefert die nötige Helligkeit ohne zu blenden. Dimmbarkeit erlaubt es, die Stärke exakt auf den eigenen Bedarf einzustellen, und flimmerfreies Licht beugt Kopfschmerzen vor.

  • Optimale Entblendung, Lichtquelle nicht direkt einsehbar
  • Stufenlos dimmbar für den individuellen Lichtbedarf
  • Flimmerfrei, das entlastet die Augen
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Foto/Video: entblendete Leuchte über dem Leseplatz

Lichtfaktor 04 / 04 · Individuelle Anpassung

Der Lichtbedarf ist so individuell wie die Sehbehinderung

Kein Wert gilt für alle. Welche Helligkeit, welche Lichtfarbe und welche Befestigung passen, hängt von der Art der Sehbehinderung und vom Arbeitsplatz ab. Seit über 20 Jahren arbeiten wir mit Betroffenen und mit Werkstätten für Sehbehinderte zusammen und stimmen die Leuchte gemeinsam mit Ihnen darauf ab.

  • Helligkeit und Lichtfarbe einstellbar statt fest vorgegeben
  • Montage an Decke, Tisch oder Wand, je nach Platz
  • Persönliche Beratung und Bedarfsermittlung
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Produktempfehlung

Passende Leuchten bei eingeschränktem Sehvermögen

Lesen, Handarbeit und Raumlicht stellen eigene Anforderungen. Diese Bauformen decken sie ab:

Welche Leuchte passt, zeigt sich erst am eigenen Platz - deshalb können Sie einen Großteil des Sortiments vorab testen.

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Nachhaltigkeit

Nachhaltig. Reparierbar. Langlebig.

Eine Leuchte, an die man sich gewöhnt hat, sollte man nicht wegen einer Kleinigkeit ersetzen müssen. Bei uns sind LED-Module und Komponenten austauschbar - geht etwas kaputt, wird das Teil getauscht, die gewohnte Leuchte bleibt.

Montage bei Lichttechnik Meier
LED Montage bei Lichttechnik Meier
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Unser Versprechen

Was Sie bei uns mitbekommen

Nicht nur eine Leuchte im Karton.

Über 20 Jahre Erfahrung

Wir arbeiten seit Langem mit Menschen mit Sehbehinderung und mit Werkstätten zusammen.

Persönliche Fachberatung

Sie sprechen direkt mit einem Ansprechpartner, der unsere Leuchten kennt.

Vorher testen

Ein Großteil des Sortiments lässt sich am eigenen Platz ausprobieren.

Service über den Kauf hinaus

Ersatzteile und Reparaturservice für viele Modelle - auch Jahre später.

Häufige Fragen

Ausführliche Antworten finden Sie in unseren FAQ und in den Datenblättern.

Wie viel Licht brauche ich bei einer Sehbehinderung?
Das hängt stark von Art und Grad der Sehbeeinträchtigung ab. Als Faustregel lassen sich die in den Normen genannten Werte um 50 bis 100 Prozent erhöhen; für die meisten Aufgaben landet man damit bei 2.800 bis 3.300 Lux, oft mehr. Je kleiner das Detail, desto größer der Bedarf. Verlässlich klären lässt sich das nur durch Ausprobieren am eigenen Platz.
Welche Lichtfarbe ist die richtige?
Tageslichtweiß ab 5.300 Kelvin liefert die stärksten Kontraste und erleichtert das Erkennen von Details. Warmweiß zwischen 2.000 und 3.000 Kelvin wirkt angenehmer, bietet aber weniger Kontrast; neutralweiß liegt dazwischen. Weil das Empfinden individuell ist, sind Leuchten mit einstellbarer Lichtfarbe hier besonders sinnvoll.
Warum blendet mich helles Licht so stark?
Rund 90 Prozent der Menschen mit Sehbehinderung sind blendempfindlich. Streulicht im Auge legt sich dabei wie ein Schleier über das Bild und nimmt genau die Kontraste, auf die es ankommt. Deshalb zählt nicht nur die Lichtmenge, sondern auch, dass die Lichtquelle nicht direkt einsehbar ist und Oberflächen im Umfeld matt sind.
Ersetzt gutes Licht eine Lupe?
Nicht immer, aber es reduziert den Vergrößerungsbedarf oft deutlich - wer heller beleuchtet, kommt häufig mit weniger Vergrößerung aus. Es lohnt sich also, zuerst am Licht zu arbeiten. Reicht das nicht, verbindet eine Lupenleuchte beides und lässt dabei beide Hände frei.
Wie kann die Leuchte angebracht werden?
Je nach Raum hängend an der Decke, direkt am Tisch befestigt oder an der gegenüberliegenden Wand. So bleibt die Arbeitsfläche frei und das Licht kommt aus der richtigen Richtung. Auch ein Standfuß ist möglich, wenn nicht gebohrt werden soll.
Kann ich eine Leuchte vorher ausprobieren?
Ja, und wir empfehlen es bei diesem Thema ausdrücklich. Ein Großteil unseres Sortiments lässt sich vorab testen - am eigenen Platz, mit der eigenen Aufgabe. Der persönliche Lichtbedarf lässt sich anders kaum verlässlich bestimmen.
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